02.11.01


"Raumordnerische Abstimmung und Stellungnahme"

Nachdem Untereisesheim und Bad Wimpfen sich für die vom Land vorgeschlagene Lösung - mit Modifikationen - ausgesprochen haben, steht immer noch die Zustimmung der Stadt Neckarsulm aus. Das Regierungspräsidium in Stuttgart hat die drei betroffenen Gemeinden erneut zu einer Stellungnahme aufgerufen. Auf seiner Sitzung am 5.11.2001 beschäftigt sich der Gemeinderat mit dem Thema. Hier die Vorankündigung aus dem Mitteilungsblatt:

"Die Trassenführung der Ortsumgehungen Untereisesheim und Bad Wimpfen im Zuge der L 1100 steht nach wie vor zur Diskussion. Das Land als Straßenbaulastträger ist für die Planung wie auch die Finanzierung und den Ausbau zuständig. Nach einem klaren Bekenntnis seitens des Landes zu Gunsten einer Westumgehung hat die Gemeinde nach gründlicher Überprüfung, Information und Bürgerbeteiligung unter den Gegebenheiten ein Votum für eine Westumgehung in ortsferner Lage abgegeben. Auch die Stadt Bad Wimpfen hat eine positive Stellungnahme zu den Vorschlägen des Landes abgegeben, nicht jedoch die Stadt Neckarsulm die auf der Gemarkung Obereisesheim betroffen ist.

Um im Verfahren weiter zu kommen, hat das Regierungspräsidium nun eine raumordnerische Abstimmung für die L 1100 / L 530 - neu Obereisesheim - Untereisesheim - Bad Wimpfen eingeleitet und zur nochmaligen Stellungnahme zu drei möglichen Trassen aufgefordert. Es sind zwei Umfahrungen im Osten und eine im Westen, wobei bei beiden Linienführungen im Osten die Trasse auf Untereisesheimer Gemarkung nahezu deckungsgleich ist, was den Bereich Neckaraue betrifft. Im Übrigen sind die Trassenvarianten nahezu identisch mit den früheren Alternativen und nur geringfügig modifiziert.

Die Kosten der zur Stellungnahme vom Regierungspräsidium ausgewählten Trassen haben sich bezogen auf den Osten und den Westen nahezu angeglichen. Im Osten haben sich die Kosten etwas reduziert und im Westen durch die ortsferne Linienführung etwas erhöht, sodass der Unterschied noch 2 Millionen DM beträgt. Allerdings ist die Osttrasse in einem Standard vorgesehen wie er vom Gemeinderat abgelehnt wurde, wobei die damals geforderten Qualitätsmerkmale zu den erheblichen Kostenunterschieden führten, und das Land veranlassten, aus Kostengründen auf diesem Niveau nicht mehr weiter zu planen. Dem Gemeinderat wird empfohlen die Westtrasse weiterhin zu favorisieren mit dem Verweis, dass die Osttrasse so wie vorgeschlagen nicht zumutbar ist und im Falle einer Verwirklichung einer kostenträchtigen Qualitätsaufbesserung bedarf, unabhängig von den Fragen Wasserschutz, Landschaftsschutz, Naturschutz und Hochwassergefahren.

Sehr wichtig ist, dass die Maßnahmen in Untereisesheim und Bad Wimpfen weiterhin als in einem Zuge zu verwirklichende Einheit angesehen werden und nicht Bauabschnitte gebildet werden bei denen die große Gefahr besteht, dass Untereisesheim auf lange Zeit abgehängt und sich mit all den Verkehrsproblemen selbst überlassen bleibt.

Herr Titze vom Straßenbauamt wird bei der Sitzung anwesend sein und das Verfahren sowie die zur Abstimmung vorgegebenen Trassen kurz erläutern, wobei das Land eine Stellungnahme bis Mitte November 2001 erwartet, nachdem die Aufforderung dazu am 8. Oktober 2001 eingegangen ist."