04.07.02


"Eisesheimer Bürgerinitiative"

Mit einigem Medienaufwand wird in den letzten Tagen über die Wut der Obereisesheimer und über die Formierung des Widerstands gegen die Westumgehung berichtet.

Es soll anscheinend der Eindruck erweckt werden, dass Ober- und Untereisesheim geschlossen gegen die Westumfahrung sind. In der jetzt gegründeten Bürgerinitiative sind wohl auch einige Untereisesheimer vom westlichen Ortsrand engagiert. Aber eine große Mehrheit der Untereisesheimer ist das sicher nicht, möchte ich einmal behaupten.

Die Initiative scheint einige rührige Mitglieder zu haben, denn die Gründung wurde gleich mit einem Artikel in der Heilbronner Stimme gewürdigt. Einige Tage vorher schon wurde an der Straße eine große Tafel aufgestellt, die auch prompt als Foto in der Zeitung zu sehen war. Sie wurde leider sehr bald durch Sprayer verunziert, was wirklich nicht sein muss!

Auch durch Leserbriefe in der Zeitung wird das Thema von Obereisesheim aus warm gehalten. Ein Schreiber fragte gar: "Darf der Mensch alles?" und bedauert, dass Streuobstbestände, Wiesen, Biotope, wertvolle Naherholungsgebiete und Rückzugsgebiete für Mensch und Tier zerstört werden sollen.

Mein Leserbrief, dass die Obereisesheimer die Kirche im Dorf lassen sollten, da doch nur ökologisch weniger wertvolles Ackerland betroffen sei, wurde inzwischen auch mit drei anderen zusammen veröffentlicht, ausgewogen 2:2 pro und kontra Westumgehung.

Ich glaube, ich weiß wovon ich rede. Als Hobbybotaniker wollte ich eigentlich dieses Jahr eine Internetseite über die Pflanzen des Ackerlands veröffentlichen. Meine zahlreichen Streifzüge mit der Kamera durch "Eisesheimer" Ackerland waren bisher jedoch frustrierend unergiebig.