04.09.02


Die "Eisesheimer Bürgerinitiative" hat das erste Etappenziel erreicht. Heute berichtete sie in der Heilbronner Stimme über einen Besuch in Stuttgart:


"Eisesheimer Bürgerinitiative beim Regierungspräsidenten

Protest gegen die Variante A übergeben

Am Montag war die "Eisesheimer Bürgerinitiative (EBI) gegen die Süd-West-Umfahrung" von Untereisesheim im Regierungspräsidium in Stuttgart. Dort überreichte sie dem Regierungspräsidenten Dr. Udo Andriof über 2500 Unterschriften, die gegen die so genannte Variante A der geplanten Umgehungsstraße gesammelt wurden.

Vor der Übergabe legte die Sprechergruppe der Initiative die zahlreichen Bedenken der Ober- und Untereisesheimer Bürger ausführlich dar. In diesem Zusammenhang wurde von ihr auch verdeutlicht, dass in kürzester Zeit 42,4 Prozent aller erwachsenen Einwohner der beiden Gemeinden sich an der Unterschriftensammlung beteiligten.

Im anschließenden Gespräch betonte Andriof zunächst, dass die geplante Umfahrung für Bad Wimpfen sehr wichtig sei. Die raumordnerische Untersuchung seines Hauses habe ergeben, Variante A sei die günstigste Lösung. In dem noch folgenden Planfeststellungsverfahren würden unter anderem auch die Bedenken und Belange der Bürger gehört. Nach seiner Einschätzung werde das ganze Verfahren bis zur endgültigen Entscheidung wahrscheinlich über das Jahr 2004 hinaus dauern.

Nach dem insgesamt knapp einstündigen Termin fuhr die Sprechergruppe der EBI mit der Gewissheit nach Hause, dass die Bürgerinitiative rechtzeitig aktiv wurde, aber weiterhin am Ball bleiben müsse."

(Foto mit Dr. Udo Andriof und Wolfgang Klenck)


2500 Unterschriften sind eine Menge Holz und kommen nicht von ungefähr zusammen. Wie ich gehört habe, lagen die Unterschrifts-Listen ja in vielen Geschäften aus. Und auch auf dem Eberwinfest gab es eine erfolgreiche Unterschriften-Sammelaktion. Trotzdem kann so eine Aktion nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden. Ich frage mich, ob die Entscheidung der "anderen Seite" in Untereisesheim, die EBI erst mal zu ignorieren, so weise war. Die Bürgerinitiative meint ja, es gebe in Untereisesheim keine "andere Seite". Kann sein, sie haben recht, und ich stehe mit meinem Geschrei alleine da.


Nachtrag:

Im Mitteilungsblatt der Gemeinde Untereisesheim veröffentlichte die EBI am 06.09. eine Anzeige, in der angegeben wird, dass 797 Unterschriften aus Untereisesheim kommen, was gut 25% der erwachsenen Untereisesheimer entspricht.