28.11.2008
Wimpfener lassen nicht locker


Durch die in den letzten Monaten hereingebrochene internationale Finanzkrise ist die Hoffnung von vor einem Jahr, die Umgehungsstraße könnte aufgrund der guten Finanzlage der öffentlichen Hand bald in Angriff genommen werden, zunichte gemacht worden.

Die Heilbronner Stimme berichtet:



Dem Schwerlastverkehr den Kampf ansagen

Von Rudolf Landauer

Bad Wimpfen - Die Mitglieder der Bürgerinitiative (BI) Verkehr Bad Wimpfen bleiben hartnäckig. Sie wollen sich weiter gegen den in ihren Augen unerträglichen Schwerlastverkehr durch die Straßen der Stauferstadt wehren. Jetzt luden sie Interessierte zu einem Informations-Abend.

Die beiden Sprecher der Initiative, Gerda Maisenhälder und Karl-Heinz Weyhing, informierten über die bisherigen Aktionen und das weitere Vorgehen. Etliche Ordner füllen bereits ihre Aktivitäten, die immerhin zu dem Erfolg führten, dass im Steinweg Fahrzeuge über 3,5 Tonnen Tempo 30 fahren müssen. Das Sprecher-Duo hat seit der Gründung im Oktober 2007 viele Termine, Sitzungen und Besprechungen absolviert sowie Telefonate geführt.

Forderung

Beim Info-Abend erneuerte man die Forderung, den weiteren Schulterschluss mit Nachbarinitiativen die in gleicher Sache aktiv sind, zu üben. Das Ziel der Initiative: Die Lkw müssten auf der A6 bleiben. Den Navi-Stauumfahrer und Maut-Abkürzer müsse man zeigen, dass sie unerwünscht sind in der Kurstadt. Eine Maut für Autobahn-Abfahrer könnte das bewerkstelligen. Lkw-Schwerverkehr und Sondertransporte haben nach Ansicht der BI nichts in Wohngebieten zu suchen. Zählungen hätten ergeben, dass rund 23 000 Verkehrsteilnehmer täglich die Kurstadt durchfahren. Bei Staus auf der A6 erhöht sich diese Zahl um das Mehrfache. Auch wollen die Mitstreiter denjenigen, die meinten, die BI würde ihre Aktivitäten irgendwann von selbst einstellen, zeigen, dass sie hartnäckig am Ball bleiben.

Vorwürfe

Warum aber der einzige anwesende Stadtrat Dr. Axel Obermeier sich Vorwürfe anhören musste, war zunächst nicht klar ersichtlich. „Ihr da oben kocht doch nur eure eigene Suppe, und schauen Sie mal nach Bad Rappenau, da ist alles viel besser“, rief ihm Steinweg-Anwohner Ludwig Albrecht zu. Der Kommunalpolitiker entgegnete ihm: „Ich bin Idealist und deswegen hier, um zu hören was Sie bewegt“, so seine Antwort. Er trete dafür ein, dass der Wohnwert in Bad Wimpfen erhalten bleibt.

Die Umgehung wird noch Zukunftsmusik bleiben, das Geld dafür bringt momentan niemand auf. Eine weitere Forderung wurde von der BI so formuliert: Tempo 30 für die gesamte Kernstadt.