06.08.2009


Die Bürgerinitiative in Bad Wimpfen ist weiter aktiv.
Bericht von "mkk" in der Heilbronner Stimme:

Gemeinsam und geschlossen für die Umgehung

BAD WIMPFEN

"Wenn Neckarsulm, Untereisesheim und Bad Wimpfen sich nicht bald an einen Tisch setzen, dann passiert auch nichts", davon ist Gerda Maisenhälder überzeugt. Unter Ausschluss der Öffentlichkeit traf sich am Donnerstag, 23. Juli, die Bürgerinitiative "A6-Region-HN-West" (BI) zu einem zweiten Verkehrsgipfel. Thema, wie bereits im Februar: die Umgehungsstraße für Bad Wimpfen.

Lärmbelästigung

"Allen ist inzwischen klar, dass die Umgehung die einzige sinnvolle Lösung der zunehmenden Verkehrsprobleme ist", benennt die Sprecherin der BI das Fazit der knapp dreistündigen Gesprächsrunde, an der sich auch Bürgermeister Claus Brechter sowie als Vertreter des Regierungspräsidiums (RP) die Baudirektoren Gert Schönwälder und Günter Gartenmaier beteiligten. "Der Zwischenstand ist frustrierend", sagt Maisenhälder mit Blick auf die einzige Verbesserung: Tempo 30 in der Steinstraße. "Als betroffene Anwohnerin können wir wegen des Lärms kein Fenster öffnen."

Insbesondere nachts würde sich der Lasterverkehr durch die Wohngebiete in Kirchhausen, Biberach, Untereisesheim und Wimpfen verstärken. Verkehrszählungen im April und Mai haben allein für die Stauferstadt 23 000 Fahrzeuge, davon 1200 Lkw ergeben. "Ab 5.30 Uhr liegt der Lärmpegel bei 80 Dezibel", fasst Maisenhälder die Ergebnisse der Schallmessungen zusammen.

Lebenswert

Klares Ziel aller betroffener Bürgerinitiativen sei es, "den Menschen wieder ein lebenswertes Wohnumfeld zu schaffen". Die anwesenden Bundestagsabgeordneten Michael Link (FDP), Josip Juratovic (SPD) und Thomas Strobl (CDU) empfahlen der BI nachdrücklich, Einigkeit in den Gemeinden über die Umgehungsstraße zu finden. "Dazu steht jetzt das Gespräch mit Neckarsulm an", sagt Maisenhälder. Ein weiteres Gespräch ist für den Herbst geplant. Bereits am 3. September trifft sich die BI in Bad Wimpfen. Weitere Infos unter Telefon 07063/8424.