13.02.99

Offizielle Trassenbegehung

Bürger bei Begehung

Foto: Heilbronner Stimme / Rudolf Landauer, der auch am 17.02. schrieb:


"... Eine klare Aussage zugunsten einer Trassenvariante ergab sich nicht - und sie war auch nicht zu erwarten. Lediglich in der Neckaraue ... wurden meist ablehnende Stimmen laut. Die meisten der Beteiligten können sich dort wohl keinen Straßenbau vorstellen."


Der Bürgermeister hatte für Samstag um 10 Uhr zum Wandertag eingeladen, doch die Grippe schmiss ihn darnieder. So waren denn zwei Vertreter des Gemeinderats die (Wort-)Führer bei dieser Runde ums Dorf. Von der Frankenhalle ging es bei eisigem Frost auf der Westumgehungstrasse querfeldein bis zum Wasserbehälter an der alten "Hohl" nach Wimpfen, von dort auf der "virtuellen" Ostumgehung rückwärts zum Ausgangspunkt. Neben einem nun schon "harten Kern" waren auch wieder einige dabei, die die Details noch nicht so kannten und sich jetzt ein besseres Bild von den doch heftigen Auswirkungen beider Varianten auf das Landschaftsbild machen konnten.


Mein Eindruck war, daß für die Westumgehung ohne nennenswerte Kostenerhöhungen noch eine bessere Trasse gefunden werden kann. Für die Ostumgehung auf dem Brückenbauwerk am neckarseitigen Ortsrand gab es eigentlich nur den Vorschlag: "Runter und in eine Röhre". Ob das billiger wird?

Toll: Die Gemeindeverwaltung hatte sich nicht lumpen lassen und servierte am Wasserbehälter kostenlosen Glühwein und Brezel. "Ossis" und "Wessis" tranken, redeten und spazierten friedlich miteinander; der Apell eines Teilnehmers, die Bevölkerung solle sich über der Umgehungsstraßenfrage nicht zerstreiten, fiel auf fruchtbaren Boden.