Untereiseshein, Neckartal

 
Untereisesheim liegt am Neckar nördlich von Heilbronn.
Seit vielen Jahrzehnten leidet der Ort unter dem starken Verkehr auf der
Hauptstraße. Zählungen ergeben regelmäßig zwischen 10 und 15 Tausend
Fahrzeuge pro Tag. Seit langem wünscht man sich Entlastung durch eine
Umgehungsstraße. Aber eine gute Lösung dafür zu finden ist nicht einfach,
ja anscheinend gar unmöglich.

Derzeit sieht es so aus, als würde die Umgehungsstraße für Untereisesheim
und Bad Wimpfen für unabsehbare Zeit ein Wunschtraum bleiben.

Hier die wichtigsten Stationen der Diskussion:

1981: Ostumgehung
In diesem Jahr begann die Diskussion um eine mögliche Ortsumgehungsstraße.
Lange und eingehend wurde das hierfür gefertigte Verkehrsgutachten
durchdiskutiert, eine endgültige Entscheidung aber zunächst einmal
zurückgestellt. Die Gemeindeverwaltung ging allerdings von einer Umfahrung
durch das Neckartal (Ostumgehung) aus. Weiteren Planungen gab es nicht.

1998: Westumgehung
1998 wurde das Projekt wieder mit großem Aufwand in Angriff genommen.
Verkehrszählungen wurden durchgeführt, Verkehrsprognosen berechnet,
eine Bürgerbeteiligung durchgeführt, mehrere Varianten recht detailliert
geplant, mehrere Gutachten eingeholt, eine Bürgerinitiative gegründet.
Das Regierungspräsidium entschied sich für die Westumfahrung zwischen Unter-
und Obereisesheim, der Gemeinderat stimmte widerwillig zu. Die Stadt Neckarsulm
drohte allerdings, gegen diese Lösung gerichtlich bis zur höchsten Instanz
vorzugehen. Daraufhin gab das Regierungspräsidium dann 2006 bekannt,
das Projekt sei aus finanziellen Gründen auf unbestimmte Zeit zurückgestellt.
Die vorliegende Internetseite beschäftigt sich im Wesentlichen
mit diesem Zeitraum.


2012: Fernumfahrung
Um ihrer Forderung nach einer eigenen Autobahnauffahrt für das Industriegebiet
Böllinger Höfe mehr Nachdruck zu verleihen, brachte die Stadt Heilbronn 2012
eine Straße ins Gespräch, die diese zukünftige Auffahrt direkt mit der
Neckarbrücke in Bad Wimpfen verbinden und damit auch als Umgehungsstraße für
Untereisesheim (und Wimpfen) dienen sollte. Nach heftigen Protesten aus
Obereisesheim nahmen die vier Gemeinden Heilbronn, Neckarsulm, Bad Wimpfen
und Untereisesheim von der geplanten Gemeinschaftsinitiative wieder Abstand.
Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Umgehungsstraße in den nächsten Jahrzehnten
realisiert wird, ist nun denkbar gering, um nicht zu sagen gleich Null.

Alte Titelseite
Meine Argumente für die Westumgehung.

  Leo Michels
Untereisesheim
Mail: leo@michls.de