Es ist still geworden um dieses Projekt, aber trotzdem gilt weiterhin:

Wir brauchen die Umgehungsstraße.
Wir brauchen die Westumgehung!

Untereiseshein, Neckartal

Erhaltet das Neckartal.
 

Warum Westumgehung (Trasse A = Variante F5A) durch das Ackerland?
Warum nicht im Osten durchs Neckartal?

Größte Realisierungs-Chancen
Das Regierungspräsidium in Stuttgart, dem man wohl Neutralität in der Sache
unterstellen darf, kam nach aufwändigen und umfassenden Untersuchungen zu
dem Ergebnis, dass dieWestumgehung alles in allem die beste Variante ist.

Optimaler Abstand zu den Ortschaften
Wohnbebauung in 200m Abstand zur Westumgehung: keine,
   aber Sportanlagen und Frankenhalle;
Wohnbebauung in 200m Abstand zur Ostumgehung: 20 - 30% von Untereisesheim,
   dazu evang. Kirche, Friedhof, Schule, Kindergarten, Rathaus, Sportplatz;

Geringste Kosten
Die Westumgehung kostet weniger als die Hälfte einer mit akzeptablem
Lärmschutz ausgestatteten Ostumgehung. Die Variante nach dem Neckarsulmer
Gegengutachten würde nochmals deutlich teuerer.

Beste Verkehrsentlastung
Laut Straßenverkehrsamt: Westumgehung 45%, Ostumgehung 38%

Keine Betonmassen im Neckartal
Die Ostumgehungs-Planungen sehen ein über 500m langes und ca 6m hohes
Brückenbauwerk und dazu noch 1km Lärmschutzwände mit über 3m Höhe vor.
Sehr hohe Baukosten, lange Bauzeit und hohe Unterhaltungskosten wären
zu tragen. Eine einfache und billige Ausführung auf einem Damm erscheint
undenkbar angesichts katastrophaler Verwüstungen durch Überschwemmungen,
wie z.B. im August 2002 an der Elbe.
Siehe auch Pressemitteilung des Bundesamts für Naturschutz.

Weniger Beeinträchtigung von Freizeiträumen
Die Westumgehung verbraucht fruchtbares Ackerland. Bei einem sehr geringen
Anteil der Landwirte an der Gesamtbevölkerung fällt das nach meiner Meinung
aber nicht so ins Gewicht, wie die Verschandelung des Neckartales durch
die Ostumgehung.
Flusstäler ziehen immer die Menschen an. Das Neckartal gehört zur Wohn-
qualität von Untereisesheim und es gibt schon Pläne, es zukünftig noch
weiter aufzuwerten (Leitbild Neckartal, geplantes Naturschutzgebiet).
Die Sicht der Dinge hat sich hier in den letzten Jahrzehnten stark geänder.
Siehe dazu auch Projekt "Lebendiger Neckar" und
die Serie Der Neckar der Heilbronner Stimme von 2009.

Besserer Schutz der Natur
Nach heutigem Standard bewirtschaftetes Ackerland ist aus der Sicht des
Naturschutzes eine trostlose Einöde. Wo Weizen, Raps oder Mais wachsen,
wächst sonst nichts. Das Neckartal und besonders auch der Steilhang
bieten dagegen Lebensraum für vielfältige Pflanzen und Tiere. Es gibt
z.B. dort, wo die Ostumgehung wieder aus dem Tal hinaus nach oben führen
würde, auwaldartige Biotope und selten zu sehende Kalksinterquellen, deren
Zerstörung durch keine Ersatzmaßnahmen, wie die Gesetze sie vorschreiben,
kompensiert werden könnte.

Erhaltung der Grünzäsur
Die im Regionalplan vorgesehene Grünzäsur zwischen Ober- und Untereisesheim
steht in meinen Augen in keinem Widerspruch zur Trasse A, sondern wird
durch eine Straße an dieser Stelle eher stabilisiert. Umgehungsstraßen
nach modernem Konzept sind üblicherweise regelrecht versteckt in grünen
Gebüschstreifen.